Auf einen Blick
Art der Betriebsstelle: Haltepunkt
Lage:
• Am Eingang des Brauntals
• Zwischen Rumbach und der Wasserscheide
• Zugangsstation für die Gemeinde Nothweiler
Höhenlage:
• Rumbach: 233 m ü. NHN
• Wasserscheide: 307 m ü. NHN
• Zu überwindender Höhenunterschied: 74 Meter
Bahnsteiganlage:
• Befestigter Bahnsteig
• 25 Meter Bahnsteiglänge
• Durchgehende Bahnsteigbeleuchtung
Entfernung zum Ort:
• Rund 2 Kilometer Fußweg nach Nothweiler
• Zugang über Wald- und Bergwege
Besonderheiten:
• Beginn des anspruchsvollsten Streckenabschnitts der Wasgenwaldbahn
• Trassenführung durch das Brauntal zur Verringerung der Streckensteigung
• Haltepunkt lag nicht unmittelbar am namensgebenden Ort
Bedeutung:
• Zugangspunkt für die Gemeinde Nothweiler
• Erschließung einer abgelegenen Siedlung im Wasgau
• Beispiel für die topografischen Herausforderungen beim Bau der Wasgenwaldbahn
Haltepunkt Nothweiler
Hinter Rumbach (233 m ü. NHN) begann der anspruchsvollste Streckenabschnitt der Wasgenwaldbahn. Auf dem Weg zur Wasserscheide bei 307 m ü. NHN hatte die Schmalspurbahn einen Höhenunterschied von 74 Metern zu überwinden – eine beachtliche Herausforderung für die kleinen Lokomotiven und ihre Züge.
Um den Anstieg möglichst gleichmäßig zu gestalten, verließ die Trasse das obere Rumbachtal und führte in das Brauntal hinein.
Am Taleingang erreichte die Bahn den Haltepunkt Nothweiler, der als Zugangspunkt für die abgelegene Gemeinde diente.
Der Haltepunkt verfügte über einen 25 Meter langen befestigten Bahnsteig, der den Fahrgästen einen sicheren Ein- und Ausstieg ermöglichte. Auch in den Abendstunden war die Station durch eine durchgehende Bahnsteigbeleuchtung nutzbar – für einen ländlichen Haltepunkt jener Zeit keine Selbstverständlichkeit.
Trotz seines Namens lag der Haltepunkt nicht unmittelbar am Ort. Reisende nach Nothweiler mussten nach ihrer Ankunft noch einen rund zwei Kilometer langen Fußmarsch durch den Wald und bergauf in Kauf nehmen, bevor sie ihr Ziel erreichten. Gerade in den Wintermonaten oder bei schlechtem Wetter dürfte dieser Weg manchen Fahrgast zusätzlich gefordert haben.
Diese abgelegene Lage verdeutlicht die besonderen topografischen Verhältnisse, unter denen die Wasgenwaldbahn entstand und betrieben wurde. Die Bahn erschloss eine Region, deren Siedlungen oft weit verstreut in den Tälern und an den Berghängen des Wasgaus lagen.

(Quelle: Archiv Wolf/Nicklaus, Dorfarchiv Ludwigswinkel)
