Vorplanungen
Nach dem Deutsch-Französischen Krieg fiel Elsass-Lothringen an das Deutsche Kaiserreich. In der Folge entstanden Pläne für eine Bahnstrecke entlang der Wieslauter über Dahn bis nach Weißenburg und weiter Richtung Rastatt. Bereits 1873 bildeten sich in Weißenburg und Dahn entsprechende Ausschüsse. Auch die Pfälzischen Eisenbahnen planten eine Strecke von Hinterweidenthal nach Bergzabern mit Anschluss nach Weißenburg. Aufgrund der wirtschaftlichen Krise der 1870er Jahre wurden die Vorhaben jedoch zunächst nicht umgesetzt.
Erst in den 1890er Jahren wurden die Planungen wieder aufgenommen. Vor allem Ludwig Foohs aus Dahn setzte sich für einen Bahnanschluss ein. Unterschiedliche Vorstellungen über den Streckenverlauf verzögerten jedoch die Umsetzung. 1899 begann die konkrete Planung einer Strecke Pirmasens–Lemberg–Dahn–Weißenburg. Wegen der hohen Kosten entschied man sich schließlich für eine günstigere Stichstrecke von Hinterweidenthal nach Bundenthal.
Bau der Wieslauternahn
Der Bau der Wieslauterbahn von Hinterweidenthal nach Bundenthal begann am 1. Januar 1909. Nach rund drei Jahren Bauzeit wurde die 15,13 Kilometer lange Strecke am 1. Dezember 1911 eröffnet. Sie war vor allem für die Holzabfuhr und den Tourismus vorgesehen und zählt zu den letzten in der Pfalz erbauten Bahnlinien. Die Planungen waren bereits Ende 1907 abgeschlossen, verzögerten sich jedoch durch die Verstaatlichung des pfälzischen Eisenbahnnetzes.

