Bundenthal – Rumbach

Auf einen Blick

Streckenabschnitt: Bundenthal – Rumbach

Verlauf:
• Stetiger Anstieg entlang des Rumbachtals
• Trassierung unmittelbar am Verlauf des Rumbachs
• Querung der Hauptstraße im Ortsbereich von Rumbach

Bahnhof Rumbach:
• Empfangsgebäude in Fachwerkbauweise
• Erst 1925 mit der Aufnahme des Personenverkehrs errichtet
• Baugleich mit dem Bahnhof Ludwigswinkel
• Grundfläche: 5,10 × 2,60 Meter

Räumliche Aufteilung:
• Telefonraum
• Wartehalle

Bahnanlagen:
• Befestigter Bahnsteig
• Nebengleis mit 150 Metern Nutzlänge
• Befestigte Ladestraße, 150 Meter lang und 4 Meter breit
• Vollständig beleuchtete Bahnanlage

Fernmeldeeinrichtungen:
• Bahneigene Streckenfernsprechleitung
• Einbindung in das Zugmeldewesen der Strecke

Besonderheiten:
• Bahnhof als Verkehrsanbindung für die Einwohner Rumbachs
• Streckenverlauf entlang der historischen Mühle von 1816
• Bahndamm mit integriertem Wasserkanal zur Versorgung der Mühle
• Beispiel für das Zusammenspiel von Verkehrsinfrastruktur und örtlichem Gewerbe

Historische Bedeutung:
• Wichtigste Betriebsstelle der Wasgenwaldbahn im Rumbachtal
• Bindeglied zwischen Bundenthal und den südlichen Streckenabschnitten
• Erschließung des Ortes Rumbach für Personen- und Güterverkehr

Strecke Bundenthal – Rumbach

Hinter dem Bahnhof Bundenthal begann für die Züge der Wasgenwaldbahn ein stetiger Anstieg entlang des Rumbachs. Die Strecke schmiegte sich an den Verlauf des Tales und führte durch die reizvolle Landschaft des Wasgaus in Richtung Rumbach. Dem Bachlauf folgend erreichte die Bahn schließlich den Bahnhof des Ortes, der über viele Jahre hinweg das Tor zur Bahn für die Einwohner und Besucher Rumbachs war.

Bahnhof Rumbach

Der Bahnhof Rumbach verfügte über ein einfaches, aber zweckmäßig gestaltetes Empfangsgebäude in Fachwerkbauweise. Das Gebäude wurde erst im Jahr 1925 mit der Aufnahme des Personenverkehrs errichtet. Es war baugleich mit dem Bahnhofsgebäude in Ludwigswinkel und besaß eine Grundfläche von 5,10 × 2,60 Metern. Das Gebäude war in zwei Räume gegliedert:

  • Telefonraum
  • Wartehalle

Zur Bahnhofsanlage gehörten außerdem:

  • ein befestigter Bahnsteig
  • ein Nebengleis mit 150 Metern Nutzlänge
  • eine befestigte Ladestraße mit 4 Metern Breite und 150 Metern Länge
  • eine vollständig beleuchtete Bahnanlage
  • eine bahneigene Streckenfernsprechleitung für das Zugmeldewesen

Trotz seiner überschaubaren Größe erfüllte der Bahnhof alle Anforderungen des täglichen Bahnbetriebs. Hier wurden Reisende abgefertigt, Güter verladen und die Zugbewegungen auf der Strecke überwacht.

Entlang des Rumbachtals

Nach dem Verlassen des Bahnhofs führte die Trasse durch den Ort Rumbach und querte die Hauptstraße. Anschließend folgte sie weiter dem Tal des Rumbachs aufwärts.

Kurz hinter dem Ortskern verlief die Strecke rückseitig an der historischen Mühle vorbei. Diese wurde im Jahr 1816 von Heinrich Schneider und Anna Bintz erbaut und prägte über Generationen das wirtschaftliche Leben des Ortes.

Um sowohl die Bahntrasse zu sichern als auch die Wasserversorgung der Mühle zu gewährleisten, wurde entlang dieses Abschnitts ein Damm errichtet. In dessen Oberseite war ein Wasserkanal eingelassen, der das für den Mühlenbetrieb notwendige Wasser zuführte. So entstanden Bahnstrecke und Mühlenanlage in unmittelbarer Nachbarschaft – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Verkehr und örtliches Gewerbe im Rumbachtal miteinander verbunden waren. Heute erinnern nur noch wenige Spuren an diesen Streckenabschnitt. Wer jedoch aufmerksam dem Verlauf des Tales folgt, kann die ehemalige Trasse noch erahnen und sich vorstellen, wie die Züge einst ihren Weg durch die idyllische Landschaft des Wasgaus nahmen